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Neuvorstellung Olympus Pen F: Einschätzung

Olympus hat gestern die Olympus Pen F, eine kompakte MicroFourThirds Systemkamera, vorgestellt. Die Kamera, die in einem Retro Look erscheint, bietet fast alle Features der aktuellen Kameras der OM-D Reihe und einen neuen FourThirds Sensor mit 20 Megapixeln. Das komplett in Aluminium-Magnesium Legierung gefertigte Gehäuse ist edel verarbeitet und ist im Look der klassischen Olympus F aus den 60er Jahren gehalten. Erstmals in den Olympus Pen Serie verbaut Olympus einen elektronischen Sucher mit 2.3 Mio Pixel sowie ein dreh- und schwenkbares Display. Die Kamera bietet auch ein Drehrad für die Belichtungskorrektur auf der Oberseite des Gehäuses und auf der Frontseite eine Wahlrad für die Fllmsimmulationen. Die Kamera, die in klassischem Silber/Schwarz und modernen Schwarz erhältlich ist, wird Ende Februar erscheinen und rund 1200 Euro (nur Gehäuse) kosten.

Meine Einschätzung:
Olympus hat eine echtes Schmuckstück mit der Pen F vorgestellt. Die Kamera ist, wie alle Modelle von Olympus, sehr hochwertig verarbeitet und ist eine echtes Schmuckstück. Die technischen Eigenschaften sind weitgehend mit den aktuellen OM-D Serie Kameras gemein. Neu bei Olympus ist der Einsatz eines neu entwickelten 20 Megapixel Sensors. Man muss abwarten, wie sich die Erweiterung der Pixelzahl auf das Rauschverhalten auswirkt. Dass der FourThirds Sensor mit 20 Mio Pixeln langsam an seine Grenze stösst kann kaum jemand ernsthaft bezweifeln, auch wenn es in den nächsten Jahren Verbesserungen in der Sensortechnologie geben wird.

Die Pen F trifft natürlich auf eine Starke Konkurrenz in Form der SONY A6000 und FUJI X-E2s, die allesamt einen APS-C Sensor besitzen und im Rauschverhalten dem FourThirds Sensor überlegen sind. Einigen Dinge an der Pen F finde ich etwas seltsam. So möchte die Pen F im Retro Style daherkommen und viele Funktionen durch Wahlräder bedienbar machen, stattdessen hat man aber ein PASM Wahlrad und ein Filmsimmulationswahlrad an der Front angebracht. Hier hat Olympus eine echte Gelegenheit verpasst. Für solch eine Kamera hätte man Bedienungselemente wie bei der FUJI X-Pro2 eingebaut: Ein Belichtungszeit- und ISO-Wahlrad gäbe der Bedienung der Kamera eine bessere Funktionalität und Nützlichkeit.

Die Frage ist: An welche Käufergruppe richtet sich die Kamera? Eine gute Hilfe dafür ist der Blick auf die Konkurrenz:

Vorteile gegenüber der SONY A6000:

  • bessere Verarbreitung
  • weit größere und qualitativ höherwertige Objektivauswahl
  • kompaktere Abmessungen (Kamera und Objektive)

Nachteile gegenüber der SONY A6000:

  • kleinerer Sensor (Crop Faktor 2 gegen¸ber von 1.5)
  • mehr Rauschen bei höheren ISO Werten
  • schlechtere Videofunktionen
  • hoher Preis

Vorteile gegenüber der FUJI X-E2s:

  • etwas schnellerer Autofokus
  • bessere Videofunktionen
  • kompaktere Abmessungen (Kamera und Objektive)
  • etwas breitere Objektivauswahl
  • dreh- und schwenkbares Display

Nachteile gegenüber der der FUJI X-E2s:

  • kleinerer Sensor (Crop Faktor 2 gegenüber von 1.5)
  • mehr Rauschen bei höheren ISO Werten
  • Retrodesign nicht konsequent
  • hoher Preis

Fazit:
Zielgruppe für die Olympus Pen f sind in erster Linie zwei Käufergruppen: Systemkamera Einsteiger, die eine hochwertige und Kamera mit guter Bildqualität und sehr kompakten Abmessungen suchen. Die zweite Gruppe sind Nutzer des MFT Systems, die eine mehr Ragefinder Style Kamera (mit nach links versetzten Sucher) im hochwertigen Retro Look suchen. Für diese beiden Kundengruppen bietet die pen F jede Menge, allerdings zu einem wesentlich höheren Preis. Für Besitzer der zuvor erwähnten Kameras von FUJi und SONY bietet Olympus mit der pen F keine wirkliche Alternative.

LINKS:
Produktseite des Hestellers

Ursprünglich veröffentlicht: 29.01.2016

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