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FLIF – Ein JPEG Nachfolger?

Das JPEG Format ist gar nicht mehr als Dateiformat für Bilder wegzudenken. Seit seiner Veröffentlichung im Jahre 1992 hat es so gut wie alle Alternativen überlebt. Das von Google neu vorgestellte WebP Format ist auch nach Jahren nicht mehr als eine Randerscheinung. Es scheint, dass das JPEG Format selbst besseren Formaten durch seine Verbreitung und Unterstützung trotzen kann. Nun ist ein neues Format mit dem Namen FLIF in Entwicklung, das viele Nachteile des JPEG Formats beseitigen möchte. Ob dies gelingt wird wohl erst die Zukunft zeigen. 

Das JPEG Format gibt es schon eine Weile und ist heutzutage eigentlich nicht mehr wegzudenken. Leider hat es einige gravierenden Nachteile. So verlieren Bilder mit steigender Kompression deutlich an Details. Vor einigen Jahren erschien dann der erhoffte Nachfolger JPEG2000. Leider wurde es mit der Ablösung nichts und dieses Format wird heute eigentlich nur im Medizin-Bereich verwendet. Ein ernster Nachfolger sollte auch WebP von Google werden. Trotz Browser Support konnte bisher auch dieses Format nicht den erhofften Durchbruch erlangen, auch wenn ein Schwergewicht wie Google dahinter steht.

Das neu vorgestellte Format bietet eine verlustfreie Kompression und schlägt auch andere Formate wie JPEG2000, PNG oder WebP um bis zu 35 Prozent. Auf der offiziellen FLIF-Website werden die Vorteile anhand von Grafiken und einem Youtube Video dargestellt.


Die Kompression basiert auf MANIAC, einem von John Sender und Pieter Wulille entwickelten Algorithmus. Die Besonderheiten des FLIF Formats sind:

  • verlustfreie Kompression
  • Graustufen, RGB und RGBA Farbraum
  • Bis zu 16 bit Farbtiefe pro Farbkanal (HDR)
  • interlaced oder non interlaced
  • Progressive Decodierung
  • Animations-Support

Nach Angaben der Entwickler ist das noch in Entwicklung befindliche Format frei von Patenten. Der Quellcode wurde unter der GNU General Public License (GPL) veröffentlicht.

LINKS:
Offizielle FLIF Website

Ursprünglich veröffentlicht: 04.10.2015

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