FotografieMeinungReviews

Meine persönliche Erfahrung mit dem FUJI X-System Teil 2 von 3

Wie einige vielleicht wissen bin ich, nach Jahren Olympus FourThirds, Anfang des Jahres 2015 zum FUJi X Series System gewechselt. In diesem Beitrag möchte ich einmal über meine persönlichen Erfahrungen berichten. Dies ist kein Testbericht über das X System von FUJI und deren Kameras sowie Objektiven. Vielmehr möchte ich meine Beweggründe und Erfahrung der letzten zehn Monate weitergeben. Viele Websites wie dpreview.com oder photoblogger.com haben zu diesen Kameras Testberichte geschrieben und Qualitäten des X-Trans Sensors dargelegt. In dem ersten Teil habe ich die Vorgeschichte und den Systemwechsel beschrieben. In diesem Teil möchte ich die Vorteile, die nach meiner Ansicht das System bietet, näher beschreiben.

Bilder von FUJI Digitalkameras haben mich schon immer begeistert. Die unter Kennern bekannte FUJI FinePix f30, meine erste FUJI Kamera, bot schon 2006 bei den Kompaktkameras eine überdurchschnittlich geringes Rauschen bei hohen ISO Werten jenseits ISO 800. Dazu kam eine sehr gute Farbwiedergabe, besonders der Hauttöne. FUJI war schon immer ein Innovator im Bereich Bilddatenerfassung und Signalverarbeitung. So nutzte FUJIs SuperCCDEXR Sensor eine andere Farbfilteranordnung als die bekannten Bayer-Sensoren (Infos auch in der LINK Sektion am Artikelende). Auch nutzte dieser Sensor bereits Kontrast- und Phasen AF und bot eine bessere Geschwindigkeit beim Fokussieren als damals gute DSLR Kameras.

Die aktuellen Modelle bieten durch den ungewöhnlichen Farbfilter des X-Trans II Sensors und die Signalverarbeitung des EXR II Prozessors eine sehr hohe Bildqualität in der Klasse der APS-C Format Kameras. Rauscharmut bis zu ISO 6400 ist gar kein Problem. Nachfolgend eine Nachszene aufgenommen mit ISO 6400. Selbst das Rauschen bei diesen hohen ISO Werten ist angenehmer als das Rauschen anderer Kameras mit vergleichbaren Sensorgrößen. Auch der Dynamikumfang im Bild ist ausgezeichnet. Die RAW Dateien bieten ausreichend Reserven und so können Bilder auch ganz einfach um 1EV unterbelichtet werden, um die hellen Partien nicht zu überbelichten.

FUJI X-E2 mit XF 18mm f/2 mit ISO 6400, f/2.8, 1/10 Sek.
Ausschnitt 100%
Ausschnitt 200%

Was ich am FUJI (X System) besonders schätze
Neben der exzellenten Qualitäten als Aufnahmegerät ist die Anmutung und Produktqualität der Kameras exzellent. Meine FUJI X-E2 nehme ich mittlerweile ausschließlich und lasse meine DSLR Kamera von Olympus daheim. Es ist die klassische Anmutung der Kamera und die Bedienung, die mich an alte Filmkameras erinnert und die Liebe zur Fotografie wirklich zurückgebracht hat. Man möchte die Kamera eigentlich nicht mehr ablegen, sondern ständig mit sich führen. Selbst die Nutzung von manuellen Objektiven mit diesen Kameras ist kein Nachteil sondern macht das Fotografieren zu einem echten Erlebnis. So nutze ich auch alte Olympus OM Objektive aus der Filmära zusammen mit einem Adapter auf meiner FUJI. Die manuelle Fokussierung bietet die X-E2 z.B. Focus Peaking, digitale Lupe oder digitales Schnittbild. Sicherlich gibt es bei den aktuellen FUJI Modellen auch Nachteiliges, was ich aber verschmerzen kann. So ist die Videofunktion nicht besonders durchdacht und limitiert, für Leute mit dem Schwerpunkt Fotografie aber kein Nachteil. Für diese Zielgruppe gibt es sicherlich andere Alternativen, jedoch nicht mit dieser Bildqualität.

LINKS
FUJI Super CCD EXR Sensor erklärt (dpreview.com)
FUJI X-Trans Sensor erklärt
FUJIFILM Deutschland Website
Meine Bilder auf Instagram
Meine Bilder auf Flickr
Meine Bilder auf 500px

Ursprünglich veröffentlicht: 08.01.2016

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.